Für dieses Sujet liegen unter der Nummer 241219V1 die Flaggenrechte beim Land Salzburg. Am 20.12.2024 wurde dem Salzburger Paneuropaforum | Thinktank Paneuropaforum Salzburg die Genehmigung erteilt, dieses verwenden zu dürfen. 

Unser Volksbildungsverein, der im Sinne der Europa-Idee gemeinnützige Bildungsarbeit betreibt, wird von Präsident Bernhard Nekuda BA und Ing. Sebastian J. Wagner BA (Vizepräsident) geleitet. An ihrer Seite stehen vier weitere Vorstandsmitglieder sowie Berater, Arbeitskreisvorsitzende und Referatsleiter. Alle Funktionsträger sind ehrenamtlich tätig.


In der SALZBURGER-PANEUROPAFORUM-BILDUNGSVORTRAGSREIHE sprachen u.a. S.E. Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz (sein Redetext über die Willensfreiheit steht allen kostenlos zur Verfügung); der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Bernhard Auinger (der dem Europäischen Betriebsrat und dem Weltbetriebsrat von VW angehörte); der Europa-Abgeordnete Mag. Lukas Mandl, Vorsitzender der Europäischen Föderalistischen Bewegung Österreichs; der Chemiker und Philosoph Dr. Manfred Wechsberg; Österreichs langjähriger EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn; Dr. Christian Stöckl; Dr. Martin Panosch (Honorarkonsul der Ukraine in Salzburg); Mag. Stefan Schnöll; Karl Habsburg-Lothringen; Karl Salm-Reifferscheidt; Primarius Univ.-Prof. Felix Unger; Primarius Univ.-Prof. Christian Menzel, langjähriger Präsident des Österreichischen Akademikerbundes; Verteidigungsminister und Nationalratspräsident a.D. Dr. Werner Fasslabend; General Johann Berger (George C. Marshall Center); der langjährige Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres, General Roland Ertl; LAbg. Hofrat Prof. Dr. Josef Schöchl; GR Mag. Jurica Mustac; Mag. Ing. Paul Lindner; Angela Straub; Dipl.iur. Zvonko Kasalo; Gemeindebundpräsident a.D. Prof. Helmut Mödlhammer; Univ.-Prof. für Computerwissenschaft Dr. Carl-Herbert Rokitansky; Dr. Maria Ganauser; Mag. Irene Schulte, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Salzburg; Ivan Machynskyi, Leiter des Ukrainischen Zentrums Salzburg; Bgm.Stellvertreter Dr. Florian Kreibich; der langjährige Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer; Vito Michael Hopferwieser und Tobias Trawöger (beide Lodronia / ÖCV); KI-Experte Robert Schmidhuber; Vinzenz Stimpfl-Abele, Prokurator des St. Georgs-Ordens (Europäischer Orden); Stefan Feischl, Laurenz Schöppl und Johann Kaltenleithner (K.Ö.H.V. Rheno-Juvavia / ÖCV); Sebastian Stadler und EU-Mitarbeiter Adalbert Cizek (K.Ö.H.V. Rupertina / ÖCV); Ing. Josef Putz; Landeshauptmann a.D. Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger, Vorstandsvorsitzender des Instituts der Regionen Europas (IRE), von 1996 bis 2024 Mitglied im Ausschuss der Regionen sowie Sonderberater der Europäischen Union; wir danken allen Rednern, namentlich dem von 1995 bis 2004 amtierenden ersten österreichischen EU-Kommissar DI Dr. Franz Fischler, der bei uns am Europatag 9. Mai 2025 den Festvortrag hielt (vgl. unser Interview-Video).

Paneuropäer der Tat – Langzeit-EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn sprach vor dem Salzburger Paneuropaforum | Thinktank Paneuropaforum Salzburg | sowie den Hochschulverbindungen Rheno-Juvavia und Lodronia (ÖCV):


Die Europäische Union bietet Voraussetzungen dafür, eine bestimmende Friedensmacht zu sein, in der Menschen in Frieden und Freiheit und mit hohen Standards ihr Leben gestalten können. Wir werden global eine einflussreichere Rolle spielen. Ich bin davon überzeugt, dass das 21. Jahrhundert ein europäisches sein wird. Wenn wir uns global wirklich behaupten wollen, müssen wir vom reaktiven in einen aktiven Modus kommen. Dazu bedarf es vor allem Veränderungen in der Entscheidungsfindung: Mehrheitsentscheidungen als Prinzip; und Abschaffung von Vetorechten! Häufig haben wir in der EU zwar die notwendigen Strategien entwickelt, aber wir setzen sie zu spät um. Die Entscheidungsfindung ist kompliziert und unnötig zeitraubend.

Hinsichtlich der Zuwanderung in die EU können einige Bestimmungen nachgeschärft werden, ohne das Grundrecht auf Asyl zu gefährden. Es geht darum, dass wir die Kontrolle darüber behalten, wer in die Union kommt. Und wir sollten die Beziehungen zu den Partner- und Transitländern intensivieren. Denn der EU-Grenzschutz beginnt schon weit vor den Außengrenzen. Gewiss muss auch die Integration von Zugewanderten, die bei uns Asylrecht bekommen, verbessert werden. Sie müssen sich an unsere Kultur anpassen, sonst entstehen isolierte Parallelgesellschaften, die wir nicht haben wollen. Parallelgesellschaften sind auch für die Einwanderer selbst letztendlich nicht sinnvoll.

Was die EU attraktiv macht, ist das europäische Lebensmodell. Es muss stärker kommuniziert werden – auch von den Verantwortlichen in den Mitgliedstaaten –, dass die EU der Garant für Demokratie, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand ist. Die Europäische Kommission hat auch die Funktion eines Thinktanks, der Dinge im Voraus konzipiert, aber auch exekutive Befugnisse hat. Paul-Henri Spaak hat vor mehr als sechs Jahrzehnten gesagt: Alle europäischen Staaten sind klein, nur manche wissen es noch nicht. Das gilt heute noch viel mehr. Auch im Jahr 2050 wird kein einzelnes EU-Land die Stärke haben, zu den G7-Staaten an der Weltspitze zu gehören. Wir müssen verstehen, dass die Bewältigung globaler Krisen nur durch gemeinsame Anstrengung möglich ist. Das ist für Nationalstaaten ein nicht unmittelbar sympathischer Gedanke. Aber sie müssen erkennen, dass wir große Problemlösungen nur gemeinsam verwirklichen können.

Ein Problem ist, dass die politische Lebenserwartung der Regierungen in den Nationalstaaten durch die schnelle Abfolge von Krisen und die Fragmentierung der Parteienlandschaft abnimmt. Dadurch wird die Zustimmung zu gemeinsamen EU-Vorhaben immer schwieriger. Mein Grundsatz lautet, dass die Souveränität eines Landes am besten in einem gemeinsamen Europa aufgehoben ist. Am Beispiel Österreich: Wo stünde unser Land mit seinen neun Millionen Einwohnern in einer Welt mit acht Milliarden Menschen? Aber in einer großen Gemeinschaft wie der Europäischen Union, die auf einem stabilen Regelwerk beruht, können wir eben auch die Zukunft mitgestalten und Einfluss nehmen.

Man muss nicht jeden Morgen mit der Europahymne auf den Lippen aufwachen. Aber es sollte uns klar sein, dass das gemeinsame Europa eine Versicherung auf Gegenseitigkeit ist. Die größte Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken, um unseren Wohlstand abzusichern. Da brauchen wir ein Umdenken. Es ist deutlich sichtbar, dass regionale Konflikte eine globale Dimension haben. Das Recht des Stärkeren darf sich nicht durchsetzen gegenüber der Stärke des Rechts. Es geht um die Einsicht, dass wir in einer globalisierten Welt nur gemeinsam erfolgreich sein können: mit der greifbaren Kraft von rund einer halben Milliarde Europäer.

 

 

Das neue europäische Dreieck London-Paris-Berlin


(15.04.2026 – Europa und die Welt.) Nachdem Donald Trump nach seiner Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof gleich wieder neue Zölle gegen seine Handelspartner weltweit ankündigt, bilden sich weitere Risse im westlichen Bündnis. In den USA jedoch beginnt die Rückzahlung der zu Unrecht einkassierten Zölle. Die historische Gerichtsentscheidung – fraglos ein Sieg für Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung – verlangt Wiedergutmachung des Unrechts. Der Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker, schickte Trump eine Rechnung über fast neun Milliarden Dollar an Zollrückerstattungen für Familien in seinem Bundesstaat – rund 1.700 Dollar für jeden Haushalt in Illinois. Dies ist laut Yale University der Betrag, den ein durchschnittlicher US-Haushalt durch Trumps rechtswidrige Zölle verloren hat.

Was der Oberste Gerichtshof der USA hart kritisiert: Zölle sind für Trump nicht nur Einnahmequellen, sondern auch Druckmittel der Außenpolitik. Der mehr emotional als rational agierende Präsident ist unberechenbar. Die Sicherheitsgarantien der USA für ihre Verbündeten gelten oft nur für die Zeitspanne zwischen zwei Wutanfällen Trumps. Es kann sein, dass er den Putinstaat (plus jene Geschäftspartner, die ihm das Geld für den Angriffskrieg beschaffen), mit astronomischen Zöllen bestraft, sobald Trump bewusst wird, dass der Kreml ihn zum Werkzeug der Moskauer Politik degradieren will. Putin wörtlich: "Trump wird Selenkyj sagen, was er zu tun hat..."; gemeint ist: "...nämlich vor Putin auf die Knie zu sinken". So wäre Trump ein verlängerter Arm, eine Art Marionette in der Hand Putins. Das Ego Trumps verträgt solche herablassenden Einstufungen nicht. Es sucht stets nach neuen Kraftproben zur Ablenkung oder kurzfristigen Selbstbeweihräucherung und Selbstbestätigung. Besser wäre, wenn die Amerikaner über Ähnlichkeiten von Putins (vorwiegend durch Bajonette und Geheimpolizeiterror aufrecht erhaltenem) Gewaltregime mit dem Herrschaftssystem im Iran nachdenken würden. Bislang haben die USA gerne betont, die „chirurgischen Eingriffe“ ihrer Soldaten in fremden Ländern dienten bloß dem Ziel, die Welt besser zu machen. Falls sie dieses eigene Motto ernst nehmen, müsste ihre nächste große Aufgabe darin bestehen, der angegriffenen Ukraine jede erdenkliche Hilfe zu gewähren.

Für Trump offenbar gänzlich unerwartet entsteht in Europa etwas Neues: Die Briten verlassen die insulare Isolation, wachsen über sich hinaus und werden zum Motor einer dynamischen "Allianz London-Paris-Berlin"; zugleich machen sie die Nordsee wirtschaftlich zur Drehscheibe europäischer Energiepolitik. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen sind es – als „Verbund EU-UK-Canada“ –, die zum Subjekt der Weltpolitik aufsteigen und mitreden wollen. Das neue europäische Dreieck London-Paris-Berlin (nunmehr durch den zusätzlichen Stützpfeiler Budapest gestärkt) bringt mit seinen Partnerländern mehr auf die Waage als die USA: wirtschaftlich, wissenschaftlich und vor allem als Vorbild rechtsstaatlich fundierter und freiheitsbasierter Demokratie – als zeitgemäße moderne Alternative zum verstaubten Donald-Trump-Autoritarismus, der sich ideengeschichtlich eher an den Absolutismus europäischer Herrschergestalten des 18. Jahrhunderts anlehnt.

Szenenwechsel: First Lady Melania Trump tritt selbstbewusst auf. Dank ihrer slowenischen Herkunft weiß sie, was Diktatur für die leidtragende Bevölkerung geknechteter Länder bedeutet. Humanität ist für sie kein leeres Wort. Gewiss weiß sie, was die Satellitenfotos der NATO belegen: dass die Putinisten an ihrer Angriffsfront täglich rund tausend Mann verlieren (Summe aus russischen Toten und Invaliden; im Jahr 2025 waren es mehr als 400.000). Melania Trump ist überzeugt, dass es gottgegebene unaufhebbare Menschenrechte gibt, die allen Opfern Putins und selbstverständlich auch allen Ukrainern zustehen. Sie appellierte in Alaska in einem herzzerreißenden Brief an Putin, seinen schauderhaften Angriffskrieg zu beenden. Noch schwankt ihr Ehemann wie ein Schilfrohr im Wind, doch das neue europäische Dreieck findet gegebenenfalls die Kraft, ihn moralisch aufzurichten. Vor allem sollte Trump seinem seltsamen Freund Putin klarmachen, dass der Krieg für Russland schädlich ist.

Die europäische Rüstungsindustrie ist potenziell stärker als die russische. Die Ukrainer arbeiten dabei eng mit dem "Dreieck London-Paris-Berlin" zusammen. Durch noch mehr modernste KI-gesteuerte Waffen in ukrainischer Hand könnte die menschenverachtende Kremlführung so weichgeklopft werden, dass zumindest eine Waffenruhe in der Ukraine möglich erscheint. Wir Paneuropäer teilen die Einschätzung der EU-Spitze: "Russland wird nur dann mit ernsthaftem Willen an den Verhandlungstisch kommen, wenn es dazu unter Druck gesetzt wird". Das sagte die Kommissionspräsidentin der Europäischen Union am 12.02.2026. Die beste Armee in Europa ist derzeit wahrscheinlich die ukrainische. Sie beweist, dass Kriege in Gegenwart und Zukunft vorwiegend mit unbemannten Drohnen geführt werden; und dass der Entwicklungsgrad der Künstlichen Intelligenz (KI) am Ende darüber entscheidet, wer Erfolge in der Verteidigung verzeichnet.

Die europäische Militärpolitik ist der einzige Bereich, der unbedingt zentralisiert gehört. Was sofort gestoppt werden muss, ist die illegale Belieferung Russlands mit westlicher Technik: häufig auf dem Umweg über Tarnfirmen in Hongkong (wie Reuters berichtet). Zusammenfassend lässt sich feststellen: Die Hauptschwächen europäischer Verteidigung liegen in zu teurer nationaler Zersplitterung der Rüstung, verbunden mit dem Fehlen von Langzeit-Perspektiven für die Produktion; sowie in der mangelnden Bereitschaft, private Rüstungs-Investoren in großer Zahl mittels staatlich begünstigter Kapitalgesellschaften zu mobilisieren. Die Amerikaner zeigen uns, wie es geht. Wenn das freie Europa seine enormen Potenziale bündelt und sicherheitspolitisch eine kraftvolle Einheit bildet, wird es zum unüberwindlichen Bollwerk von Demokratie, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit. 

Ein weiterer Paneuropäer der Tat ist Mag. Stefan Schnöll (jeweils, neben Bernhard Nekuda, rechts im Bild), der im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von Salzburger Paneuropaforum und Lodronia unter anderem über seine Arbeit im „Europäischen Ausschuss der Regionen“ berichtete. Bürgernahe Verwaltung und praxisorientierte Ideen aus den Regionen helfen, die europäische Idee der friedlichen Zusammenarbeit vor allem in der jungen Generation populärer zu machen. Dies stärkt die Durchsetzungsfähigkeit, die Resilienz und die Attraktivität Europas. 


Europäische Ideengeschichte: Die vielfach durch ihre Erfolge bewährte "Österreichische Schule der Volkswirtschaftslehre". Vortrag von Zvonko Kasalo und unser Bekenntnis zur innovativ-kreativen Marktwirtschaft. 

Im Rahmen unserer Vortragsreihe sprach der aus Bosnien-Herzegovina stammende und in Österreich lebende Versicherungsmathematiker Dipl. iur. Zvonko Kasalo zum Thema „Warum Hayeks Lehre richtig und die marxistisch-sozialistische falsch ist“. In seiner Einleitung warnte Kasalo vor gegenwärtigen Entwicklungen in Österreich und in anderen Ländern des Westens, wie „KPÖplus auf Wahlzetteln" und vor dem Antisemitismus im linken Spektrum. Er wunderte sich über das "resignative Desinteresse an der Österreichischen Schule und ihre bedeutenden Akteure wie Menger, Mises und Hayek“ in unserem Land. Erwähnenswert erschien ihm, dass er sogar während seines Jusstudiums im damals freiheitsfeindlichen sozialistischen Jugoslawien von der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie" gehört hatte und Material darüber fand. Der bekannteste Vertreter dieser Schule war der 1899 in Wien geborene Friedrich August von Hayek, der ab 1919 in Österreich auf das "von" in seinem Namen zunächst verzichten musste. Später erhielt er die Staatsbürgerschaft im Vereinigten Königreich. Das "spontane dynamische Zusammenspiel von Freiheit und Eigentum" als Antriebskräfte der marktwirtschaftlichen Ordnung wurde von Hayek vor allem in seinen Büchern über den "Weg zur Knechtschaft" und die "Constitution of Freedom" beschrieben. 1974 erhielt er den von der Schwedischen Reichsbank gestifteten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Bald danach wurde Ronald Reagan Präsident der USA und bedankte sich bei Hayek für die geistigen Impulse, die der amerikanischen "Conservative Movement" den Weg ebneten. Hayek gilt seither als "Meisterdenker der Freiheitsphilosophie". Er war davon überzeugt, "dass der Markt mehr weiß als der Staat", wenn es um Fragen der Wirtschaft geht. Die größten Erfolge der Wirtschaftsgeschichte sind mit Ideen von Hayek verbunden, die größten Misserfolge mit weltfremden Vorstellungen von Marx. Bezüglich Karl Marx unterstrich Kasalo, dass dieser ein „seltsamer Antisemit und Slawenhasser, ein Plagiator, Familiendespot und Schmarotzer" war. Als Gegenpol zu Marx wird zu Recht Friedrich August von Hayeks Ökonomie und insbesondere seine Freiheitslehre genannt. In Hayeks Buch Verfassung der Freiheit heißt es: „Das Wesentliche ist nicht, was für Freiheit ich persönlich ausüben möchte, sondern was für Freiheit irgendjemand braucht, um für die Gesellschaft nützliche Dinge zu tun. Diese Freiheit können wir für die unbekannte Person nur dadurch sichern, dass wir sie allen geben“. Kasalo hob hervor, dass die Lehre der "Österreichischen Schule" richtig war und ist. Am Ende des Vortrages gab es drei einfache Aussagen: 1. Marx war weder ein bedeutender Ökonom noch ein gewichtiger Philosoph, sondern lediglich ein Scharlatan. 2. Hayek und Gundulić (1628 „Die Hymne an die Freiheit“) sind mit einem großen Ziel verbunden: LIBERTAS. 3. Mit Hayek setzte sich die Erkenntnis durch, dass alle Beschränkungen der Freiheit das Potenzial für Innovationen und Fortschritt reduzieren. Freiheit ist der Motor des Erfolges.

In der „Stadt des Friedens“ wird an Salzburger Heilige erinnert:

Johannes Hablas, gern gesehener Gast im Salzburger Paneuropaforum, berichtet über seine Jerusalem-Reise (SALZBURG eds 25.09.2025). Eine Reise ins Heilige Land geht an die Wurzeln des Christentums. Wie ist das in diesen schwierigen Konfliktzeiten? Der Theologiestudent Johannes Hablas erzählt in der Salzburger Kirchenzeitung „Rupertusblatt“ von seinen Erfahrungen im Zuge von Klostertagen für junge Männer: „Ich durfte die Gemeinschaft der Dormitio-Abtei als einen Hafen der Sicherheit und Ruhe, des Dialogs und der Vernunft erleben, in einem turbulenten und gespalteten Land. Und ich bin mir sicher, dass ich wieder dorthin reisen werde. Das Heilige Land zieht einen in seinen Bann – trotz des Konflikts, der keine Lösung zu haben scheint. Jerusalem wird als ‚Stadt des Friedens‘ bezeichnet – ein bleibender Ausdruck der Hoffnung“. Eine besondere Entdeckung machte Johannes Hablas in der Krypta der deutschsprachigen Benediktinerabtei auf dem Zionsberg, unmittelbar vor den Mauern der Jerusalemer Altstadt: „Unter der im Jahr 1910 errichteten Kirche der Dormitio-Abtei liegt die Krypta, deren Mitte eine etwa lebensgroße Figur der Maria am Sterbebett bildet. Einer der Seitenaltäre der Krypta ist den österreichischen Diözesen gewidmet. Auf tiefblauem Hintergrund sind hier einige der Heiligen Österreichs im Mosaik verewigt. Unter ihnen auch die beiden Patrone Salzburgs: der heilige Rupert und die heilige Erentrudis - sowie die heilige Notburga, die besonders in Tirol verehrt wird. Diese Darstellungen sind nicht alt. Sie stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Es wissen nur wenige, dass unsere Salzburger Heiligen Rupert und Erentrudis in Jerusalem zu finden sind. Und doch ist es etwas sehr Spezielles, unsere Diözesanpatrone dort zu sehen, wo man sie nicht erwartet.“

Verbindliches Bekenntnis zur Pan-Europa-Idee

Die Paneuropa-Idee oder Europa-Idee ergibt sich aus dem Bewusstsein gemeinsamer europäischer Werte und der Bedeutung lebenslangen Lernens. Unsere ausschließlich gemeinnützige Volksbildungsarbeit - Erwachsenenbildung und Jugendbildung - wird von ehrenamtlich Tätigen getragen, die den Verein "Salzburger Paneuropaforum | Thinktank Paneuropaforum Salzburg" gründeten. Der Verein dient der Völkerverständigung, der politischen Bildung und der gesellschaftlichen Entwicklung. Wir verstehen uns als überparteiliche Bildungsplattform, als selbstloses Forum des demokratischen Dialogs und als freie Begegnungsstätte für europäische Ideen, Gestaltungsimpulse und Werte. Der Verein dient dem Ziel, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger durch Bildung in die Lage zu versetzen, aktiv an der europäischen Demokratie teilzuhaben. Durch Vorträge, wissenschaftliche Diskurse, weit reichende Diskussionsveranstaltungen und öffentliche Bildungsprogramme wollen wir das Verständnis für europäische Zusammenhänge fördern, Bildung für die Allgemeinheit zugänglich machen, den interkulturellen sowie interreligiösen Dialog stärken und die demokratische Teilhabe - namentlich das Engagement der jungen Generation für ein Europa in Freiheit – fördern. Gemeinnützigkeit in Wort und Tat – ideelle Ziele und faktische Arbeit – bilden eine Einheit. (Präambel unserer Vereins-Statuten)