HALBE-HALBE-GLOSSE: Ofenrohr | Mikroskop | Vergrößerungsglas |
Dies sind die wichtigsten Instrumente egalitärkollektivistischer Diktaturfreunde, wenn sie im Stil von Goebbels, Kissiljow oder Medwedjew der realen Welt entfliehen und sie durch fantasiegetränkte Lügengebäude ersetzen. Es gab Zeiten, in denen sie platt und glatt behaupteten, in der Sowjetunion mache der Sozialismus alle glücklich, während der Westen die Menschen ins Unglück stürze. Da sich mit solchen Phrasen keine Resonanz mehr erzielen ließ, wurden die Methoden geändert und verfeinert. Heute betrachten die Propagandisten der Unfreiheit kleine Teilflächen der westlichen Welt durch ein Ofenrohr. So verhindern sie, das Gesamtbild zu sehen. Sobald sie einen winzigen Fehler entdecken, suchen sie mit dem Mikroskop nach einer Mikrobe, die sie sodann mit Hilfe mehrerer Zentner Vergrößerungsgläser optisch zu Elefanten hochstilisieren. Oder zu fleischfressenden Dinosauriern. Der kindlich-kindischen Fantasie sind vor allem im Reich der asozialen social media keine Grenzen gesetzt. Hauptsache ist, man findet ein paar Leute, denen man einreden kann, die freiheitsorientierten Demokratien des Westens seien "ja auch nicht besser" als die Autokratien des Ostens. Ein Wiener Taxifahrer wusste es haargenau: "Wir brauchen einen gemäßigten Diktator, der scharf durchgreift".
Prost!
HALBE-HALBE-GLOSSEN: Schlittenhunde, Heulen im Akkord, Speisekarte.
Die mittleren Mächte, sagte Kanadas Regierungschef Mark Carney tiefernst, müssten neue Wege zur Zusammenarbeit finden, "weil wir sonst auf der Speisekarte der Großmächte landen". Gut beobachtet. Gewissheiten der alten regelbasierten Ordnung (UNO-Charta, Bündnisverträge etc.) zerbröseln vor unseren Augen. Was sich durchsetzt, ist das Faustrecht der Steinzeit. Präziser: Wir leben in einer Zeit welthistorischer Bruchlinien. Dazu passen satirische Gedankenflüge. Carneys Heimat Kanada steht schon auf Trumps Speisekarte. Ebenso wie Grönland. Würde Trump seinen hartgesottenen Marines befehlen, Kanada und Grönland zu attackieren, könnten sich führende Generäle von Heer und Luftwaffe plötzlich daran erinnern, dass es sich in beiden Fällen um NATO-geschützte Territorien handelt. Sie, die Generäle, seien deswegen verpflichtet, die Angriffe abzuwehren. Vielleicht stünde dann die US-Army an der Seite der kanadischen Streitkräfte im Kampf gegen die US-Navy; und in Grönland würde die US-Airforce auf Seiten der Dänen und der arktischen Völker mitmischen. Die Luxusmaschine "Airforce One" wäre zur Notlandung gezwungen. Durch das Rumpeln auf den Eisbrocken der kalten Insel würde der Präsident in seinem Luxusbett aufwachen, sich mit Schneeflocken die Augen reiben und dem US-Congress - der ihn zur selben Stunde für abgesetzt erklärt - über Funk heulend und winselnd versichern, er habe "das nicht gewollt". The End: Trump und die Schlittenhunde, die ein auf Rodeln montiertes Sanitäts-Notbett "Modell Don" durch die Eiswüste ziehen, würden im Chor heulen.
Sinnvolle natürliche Ordnung: Scharfschützen vom „Freikorps Vernunft“.
Vorweg ein echt-ernster Medienalarm: „Biberpopulation wächst kontinuierlich, Studie liegt vor“. Die vermutete Hilflosigkeit, die mitschwingt, erregt Mitleid in weiten Teilen der Wählerschaft, zumal auch noch Horrormeldungen über „mehr fressfreudige Wölfe“ Europa bis ins Mark erschüttern. Man sei handlungsunfähig, heißt es, denn „die da oben“ hätten Vorschriften erlassen, wonach die schädlichsten Tiere zugleich die schützenswertesten sind. Achselzuckend meint ein schmerzgebeutelter Wiener: „Vurschrift is‘ Vurschrift – nix zu machen“. Rettung naht erst, als ein mutiger Jäger George Orwells (1945 publizierte) Allegorie „Animal Farm“ liest; sie handelt von sprechenden Tieren, die unfähigen Menschen die Macht entreißen und stattdessen selber herrschen. Auf unsere Zeit übertragen heißt das: Die Schafe und andere nützliche Tiere, die unter menschlichem Versagen besonders leiden, bitten den lesefreudigen Jäger um Hilfe. Dieser schließt sich mit couragierten Kollegen zum „Freikorps Vernunft“ zusammen; rasch werden Präzisionsgewehre mit großer Reichweite sowie militärische Klapp-Spaten beschafft. Es folgt der „Feuer-frei-Befehl“ der Schafschützer. An den Rändern der Gewässer und in wolfverseuchten Wäldern krachen die Feuerwaffen; nach jedem Meisterschuss zücken die Freikorpskämpfer ihre Spaten und verscharren die erlegten Schädlinge unter anschwellendem Beifall einer wachsenden Mehrheit der Bevölkerung. Jetzt erst merken die Politiker, dass es sich dabei um ihre eigenen Wähler handelt, von deren Votum sie abhängen. Rasch werden auf allen Ebenen die Verträge, Gesetze und Vorschriften geändert, um das Subsidiaritätsprinzip vollständig durchzusetzen: nämlich klare Nichtzuständigkeit höherer Instanzen, wenn in den kleineren Einheiten, ganz unten also, sachgerecht entschieden werden kann. Dieses Prinzip ist zwar in EU-Verträgen verankert, wird aber zu wenig beachtet. Das muss sich grundsätzlich ändern! Zuständig für den Einsatz der Wolfsjäger sollten künftig Bürgermeister und Gemeinderäte sein. Auf den Almen können Hirten den Schießbefehl erteilen.
Eine vermeintliche Zuständigkeit der europäischen Ebene, wie sie auch in jüngsten „Wolfsverordnungen“ Erwähnung findet, wurde in wabernden Wortwolken zentralistisch programmierter Menschen geboren. Solche Leute schaden Europa. Denn es wirkt zutiefst verlogen, in der Theorie zwar das freiheitsbetonte Subsidiaritätsprinzip zu bejahen, in der politischen Praxis aber das Gegenteil zu tun. Es handelt sich überdies um rechtspolitische Ordnungsfehler, die in den Parlamenten sowie vor sämtlichen Höchstgerichten angefochten werden müssten, wenn wir das Subsidiaritätsprinzip nicht der Lächerlichkeit preisgeben wollen. Was nach dem Subsidiaritätsprinzip tatsächlich dringend notwendig wäre, ist der Aufbau einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik. Sicherheit gehört auf die höchste Ebene. Bei diesem tiefernsten Thema versagt jedoch bislang die Politik. Möglicherweise zur Ablenkung vom wirklich Wichtigen – ja Notwendigen – mischen sich bürokratische Instanzen in die natürlichen Kompetenzen der Almbauern, Hirten und vernunftgeleiteten Jagdvereine ein. Schluss mit dieser verdrehten Rangordnung, dieser verkehrten Welt!
(MIT SOLCHEN FÜR DIE ZUKUNFT EUROPAS ÜBERLEBENSWICHTIGEN IDEEN ENDET DIESE "HALBE-HALBE-GLOSSE" ALS DENK-IMPULS.) Fortsetzung -> Europa-Ideen ->
Noch ist er nicht drinnen, aber immerhin schon am Eingang: Bernhard Nekuda BA, Präsident des Salzburger Paneuropaforums | Thinktank Paneuropaforum Salzburg, an der Pforte des Europäischen Parlaments in Brüssel.
Am Montag, 6. Oktober 2025 sprach bei uns der langjährige EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn über sinnvolle EU-Reformen zur Sicherung der Zukunft Europas. Kurz vor Beginn seiner Rede gab er uns - Wirtschaftsbund Salzburg, Hochschulverbindung Rheno-Juvavia und Salzburger Paneuropaforum (Thinktank Paneuropaforum Salzburg) - das folgende Interview. Die Fragen stellte Maximilian Aichinger.
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In sichtlich guter Laune sprach Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer am 18. Juni 2025 vor dem Salzburger Paneuropaforum | Thinktank Paneuropaforum Salzburg. Er schilderte die sogenannten Bauernkriege in Salzburgs Geschichte und stellte Vergleiche mit der Gegenwart an. Es gibt einige Ähnlichkeiten, "aber es ist absurd, wenn manche Propagandisten, die sich der Möglichkeiten des Internets bedienen, uns glauben machen wollen, früher sei alles besser gewesen". Das Gegenteil sei richtig und dennoch seien viele Büger unzufrieden. Wilfried Haslauer berichtete, dass er nunmehr 21 Jahre lang in der Politik aktiv ist und in dieser Zeit nur ein einziges Mal von der Printpresse gelobt wurde. Die Vorliebe vieler Journalisten für das Negative, das Fehlerhafte, das Misslungene ist unverkennbar. Unser Kommentar: Zugleich aber wird so bewiesen, dass nicht die Medien als "vierte Macht" bestimmen, welchen Kurs das Staatsschiff nimmt, sondern die mündigen Bürger in freier Wahl. Der mehrfache Wahlsieger Wilfried Haslauer definierte die bürgerlichen Werte, die für eine stabile freiheitsorientierte Demokratie unverzichtbar sein müssen. Wir dürfen in diesem Zusammenhang auf das Buch "Bürgerliche Impulse" (edition noir) hinweisen sowie an die Erkenntnis Wilfried Haslauers über die Formung politischer Willensakte erinnern: "Im Leben, so dachte ich während meiner Tätigkeit als Anwalt, sind 80 Prozent Rationalität und 20 Prozent Emotionalität. In der Politik ist es genau umgekehrt". Die Kunst der Politik besteht darin, das langfristig Notwendige kurzfristig mehrheitsfähig zu machen. Dies schafft man nicht ohne Emotionalität. Wilfried Haslauer plädiert für eine "Renaissance bürgerlicher Politik", die im Wesenskern rational ist. - An der folgenden, von Paneuropaforum-Medienreferent Tobias Trawöger (LODRONIA) geleiteten Diskussion beteiligte sich intensiv Universitätsprofessor Carl-Herbert Rokitansky, der bei uns den Bereich Thinktank Paneuropaforum Salzburg als Senior Advisor repräsentiert. Als Computerwissenschaftler befasst sich Rokitansky unter anderem mit der Effizienzsteigerung der Eisenbahnen. Innovationen helfen, Europas Zukunft zu sichern.
Der Vortrag des ersten österreichischen EU-Kommissars DI Dr. Franz Fischler vor dem Salzburger Paneuropaforum am 09.05.2025 war eindrucksvoll. Wie Wilfried Haslauer ist Fischler überzeugt, dass Europa über große geistige Potenziale verfügt, die in Zukunft zielbewusst weit stärker als bisher entwickelt werden sollten. Im folgenden VIDEO-Interview, das Paneuropaforum-Präsident Bernhard Nekuda führte, spricht Franz Fischler Klartext:
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VORTRAG UND INTERVIEW MIT FRANZ FISCHLER - WIRTSCHAFTSBUND SALZBURG UND SALZBURGER PANEUROPAFORUM | THINKTANK PANEUROPAFORUM SALZBURG